November 14, 2009 von prichter
Heute einmal ein aktueller Bericht aus unserem Privatleben: Teresita befindet sich schon in der 32. Schwangerschaftswoche und traegt einen grossen Bauch vor sich her. Wir treten daher vor allem an den Wochenenden leiser, fahren weniger herum und bereiten uns auf die Geburt unserer Tochter (laut Ultraschalluntersuchung) vor.

Liebe Menschen versorgen uns mit gebrauchter Babywaesche, auch einen Kinderwagen haben wir bekommen. Letztes Wochenende haben wir ein Gitterbett gekauft und gehen nun halbwegs gelassen in die letzte Phase der Schwangerschaft. Das Baby strampelt immer wieder recht heftig, sodass ich es auch spueren und sogar sehen kann.

Zur erweiterten Familie gehoert Diablito auch schon irgendwie dazu. Er ist schon vor gut einem Jahr (ich habe auf diesem blog im Oktobr 2008 davon berichtet, so alt ist der blog schon!) von der Strasse her zugelaufen. Wir haben schon eine Freundin gefunden, die Diablito bei sich aufnehmen wird, wenn wir nach Oesterreich reisen. Hier ein aktuelles Portraetfoto.

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November 8, 2009 von prichter
… stellten in den letzten Monaten und stellen auch in diesem Semester eine grosse Hilfe fuer unsere Lehrlingsausbildung in Conocoto dar. Mit ihren Talenten und Faehigkeiten bereichern sie unsere Nachmittage und die Burschen freuen sich, dass sie immer wieder sympathische Maedchen kennenlernen koennen.

Auf dem Bild sieht man, dass die Psychologiestudentin Monica mit grosser Freude bei der Sache ist. Carla hingegen studiert Chemie und bietet zweimal in der Woche Experimente fuer unsere Burschen an. Sie haben schon Shampoo, Haargel und verschiedene Cremen hergestellt. Das macht den Burschen nicht nur Spass, sondern sie koennen die Kosmetika im wirklichen Leben auch sehr gut brauchen (vgl. die Frisur von Jesus – stehend hinter Carla).

Zum Abschluss noch ein Foto von den sehr gut gelungenen Baby-sesseln, die unsere Tischlerlehrlinge unter Anleitung von Maestro Pablo fuer den Kindergarten der FDB in Calderon hergestellt haben.

Ecuador leidet zur Zeit unter einer grossen Trockenheit, sodass das Wasser manchmal abgedreht wird und vor allem der Strom mehrere Stunden am Tag ausfaellt. Das ist ziemlich unangenehm, belastet den Alltag von vielen Menschen und macht den Verkehr in Quito (die Ampeln fallen aus!) schwer etraeglich.
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November 4, 2009 von prichter
Hier in Ecuador sind der 2. und der 3. November Feiertage, sodass Teresita und ich in den Genuss eines sehr verlaengerten Wochen-endes kamen. Gemeinsam mit Teresitas Tante Julia, die von „Beruf“ Klosterschwester ist, verbrachten wir die Kurzferien in und bei El Chaco. Dort im Oriente (oestlich der Anden) ist jetzt Sommer und es regnet weniger als sonst.

Hier sieht man Teresitas Mutter, Teresita und Tia Julia zwischen Baum-tomatenbaeumen. Baumtomaten werden rund um Chaco sehr viel angebaut, sie sind am Markt realtiv teuer und ergeben mit Wasser (oder Milch) und Zucker gemixt und gesiebt einen wunderbaren Saft.

Wir besuchten auch den beeindruckenden Wasserfall vom Rio Malo unweit von Chaco. Teresitas Bruder Carlos, die beiden Hunde der Familie und ich badeten im Fluss, den Damen wars zu erfrischend. Carlos ermutigte mich auch den Fluss zu durchschwimmen und auf ein Podest neben dem Wasserfall zu klettern. (Wir sind die weissen Flecken auf dem schwarzen Felsen). Von dort aus hat man eine atemberaubende und rauschende Aussicht.

Wir sind froh, dass wir wohlbehalten in Conocoto zurueck sind! Das Autofahren auf ecuadorianischen Bergstrassen ist nichts fuer schwache Nerven. Auf dem Bild sieht man im Vordergrund meine leuchtende Nase und im Hintergrund die Bruecke ueber den Rio Salado.
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Oktober 28, 2009 von prichter
… lud das oesterreichische Konsulat wieder zu einem Empfang in einem Nobelhotel in Quito. Gemeinsam mit Resi besuchten Teresita und ich den Festakt, lauschten den Worten des Konsuls, mischten uns unter die Diplomaten und Wirtschaftstreibenden und erfreuten uns am koestlichen Buffet.

Besonders schoen war es fuer uns, dass wir jetzt schon einige Bekannte und Freunde unter den AuslandsoesterreicherInnen haben. Es gibt auch gar nicht so wenige ecuadorianisch-oesterreichische Paare wie man meinen sollte. Da gibt es dann so schoene Doppelnamen wie etwa Schachner-Castillo.

Auf dem Bild sieht man neben bekannten Gesichtern den Kaertner Martin, der im Urwald von Macas in einem Sozialprojekt arbeitet und den Hutfabrikanten Alfred (mit Hut) aus Niederoesterreich, der auch mit einer Ecuatorianerin verheiratet ist.

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Teresita kennt jetzt schon die oesterreichische Kueche und oesterreichische Eigenheiten ganz gut. Auch in ihren Deutsch-kenntnissen macht sie grosse Fortschritte. Nur dem kaertnerischen Dialekt stand sie fassungslos gegenueber.
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Oktober 24, 2009 von prichter
Am gestrigen Freitag fand in Conocoto ein ganztaegiges Treffen der 30 MitarbeiterInnen und Voluntaere der FDB statt. Bei Sonnenschein besprachen wir das neue „manual de funciones“ in dem die Aufgaben, Arbeitszeiten, Verpflichtungen, aber auch die Rechte aller Angestellten festgeschrieben sind. Fuer mich waren und sind Personalver-sammlungen immer sehr bereichernd und ermutigend, leider treffen wir uns in dieser grossen Gruppe nur etwa alle drei bis vier Monate .

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Oktober 18, 2009 von prichter
Dieser Titel ist keinesfalls negativ oder auch nur abwertend ge-meint, ich moechte mit diesem Bericht einfach zeigen, wie der Alltag in zwei unserer drei Programme zur Zeit aussieht. In Casa amigos haben wir eine sehr internationale MitarbeiterInnenschar (Rahel aus der Schweiz, Katharina aus Deutschland und auf dem Bild auch Resi aus Oesterreich, die aber eigentlich in Conocoto mitarbeitet), die in den vergangenen Tagen dem Haus einen neuen Anstrich verliehen habt.

Einige Mauern wurden zunaechst weiss gestrichen und dann mit Wandbildern bemalt. Das Buerogebaeude von Casa amigos wurde rot gestrichen, das hat allerdings nichts mit der oesterreichischen Fahne und dem nahenden Nationalfeiertag zu tun.

In Conocoto machen die Burschen in den beiden Werkstaetten dank des grossen Einsatzes der beiden Meister grosse Fortschritte. Hier sieht man die Tischlerlehrlinge des ersten Semesters und Maestro Pablo stolz mit den selber gemachten Bilderrahmen und den neuen Werkzeugen, die dank der Spende des „Rotary Clubs Kloster-neuburg“ angeschafft werden konnten. Ein herzliches Dankeschoen nach Klosterneuburg!

Gleichzeitig arbeiten die Mechanikerlehrlinge mit Maestro Walter an der Absicherung ihrer Werkstatt. Vor dem bislang frei zugaenglichen Bereich wurde eine Mauer aufgebaut und der Freiraum zwischen Mauer und Dach wird nun kunstvoll mit einer Metallkonstruktion geschlossen. Hut ab vor unseren Burschen und den Lehrenden!

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Oktober 12, 2009 von prichter
… sind zwei schwierig auszusprechende Namen. Bei Zumbahua handelt es sich um einen Ort in der Provinz Cotopaxi, suedwestlich von Quito. Dort auf gut 3500m wirkt Padre Pio, der Gruender der FDB, als Pfarrer. Am vergangenen Wochenende haben Teresita und ich ihn besucht.

Zumbahua und seine Umgebung werden fast ausschliesslich von Indigenas bewohnt, die sich der Landwirtschaft (Erdaepfel, Zwiebel, Lamas, Schafe) widmen. In dieser Hoehenlage ist es sehr frisch und die Luft atemberaubend klar. Am Samstag erwacht das sonst ver-schlafene Zumbahua zum Markttag.

Die gerade gekauften Schafe, Lamas, Schweine und Huehner werden zu Fuss, per Bus oder per Camioneta in die oft sehr entlegenen Comunidades gebracht. Ich habe mir vorgestellt, wie das waere, wenn man in Wien den Bus mit einem Schaf benutzen wuerde …

Die Umgebung von Zumbahua ist sehr karg und man staunt auf welch steilen Haengen hier noch Tiere „grasen“ bzw. Felder bestellt werden. Die Leute warten sehnsuechtig auf den Regen, der eigentlich schon im September haette einsetzen sollen.

Unweit von Zumbahua befindet sich die Laguna Quilotoa, eine der groessten Touristenattraktionen Ecuadors. Es handelt sich um einen grossen, knallblauen Kratersee auf 3800m Seehoehe.

Auf einer guten Strasse gelangt man von Zumbahua in etwa 30 Minuten zum Kraterrand, von wo sich ein vollkommen ueberraschender und atemberaubender Tiefblick auftut. Wer will, kann auch noch zum See absteigen, was wir aber nicht getan haben.

Zum Abschluss dieses Werbeartikels fuer die Schoenheiten Ecuadors das Portraet eines jungen Bewohners von Zumbahua, der vor der ueberfuellten Kirche auf das Ende der Sonntagsmesse wartete.

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Oktober 7, 2009 von prichter
Gestern begingen wir in Conocoto mit den wieder gesunden Burschen die Geburtstage des Monats September. Es gab eine tolle Schokotorte und Luftballons aus Niederoesterreich (von Resi mitgebracht). Da Mariangela zur Zeit in Italien ist, wurde das Geburtstagsstaendchen ohne Gitarrenbegleitung gesungen, es war aber auch so schoen.

Auch dieses Jahr unterstuetzt der Rotary Club Klosterneuburg mit einer grosszuegigen Spende den Betrieb unserer Tischlerwerkstatt. Das Geld soll in Materialien, Werkzeuge und die Erneuerung der Strom-versorgung der Werkstatt investiert werden. Vielen herzlichen Dank fuer die Unterstuetzung und die gute Zusammenarbeit! Auf dem Bild unten sieht man Tischlermeister Pablo beim Theorieunterricht mit einem Teil seiner Lehrlinge.

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Oktober 2, 2009 von prichter
Die vergangenen Tage waren recht turbulent hier in Conocoto. Begonnen hat alles mit einer zunaechst „normal“ erscheinenden Grippeepidemie unter unseren Burschen. Doch dann begannen einige hoch zu fiebern, sodass ich mit den drei schwersten Faellen die Klinik aufsuchte. Dort wurde bei einem der Burschen eine virale Lungen-entzuendung festgestellt und er musste sich den Tests zur Abklaerung der „neuen Grippe“ unterziehen. Der Arzt sagte mir, dass wir unser Zentrum in Conocoto fuer einige Tage schliessen und alles waschen und desinfizieren sollten.

Gott sei Dank erwies sich der Schweinegrippenverdacht als unbegruendet! Jedenfalls haben wir jetzt wieder einmal alles gewaschen und gruendlich geputzt ehe am Montag die Burschen wieder nach Conocoto zurueck kehren werden. Gemeinsam mit Teresita brachte ich drei Burschen mit dem Auto nach Hause hoch oben in den Bergen in der Provinz Cotopaxi.

Die Landschaft rund um die Comunidades Zumbahua und Angamarca ist karg (zwischen 3500 und 4000m hoch!), einsam und erinnert mich an den Altiplano in Peru. Die Menschen leben in „chozas“, das sind Lehmhuetten mit Strohdach und widmen sich der Landwirtschaft (Lamas, Schafe, Erdaepfel, Zwiebel,..). In diesen Comunidades wird Quichua oder gebrochenes Spanisch gesprochen.

Wir besuchten dann noch unseren Padre Pio im Pfarrhaus von Zumbahua, wo wir einen heissen Kaffee bekamen, verabschiedeten uns von unseren „guaguas“ (Kindern) Hector, Freddy und Alex (von links nach rechts) und traten die Heimreise an. Teresita und ich wollen diese Gegend unbedingt nocheinmal und etwas ausfuehrlicher besuchen!
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September 28, 2009 von prichter
Vergangene Woche haben wir in Conocoto ein Fussball- und ein Volleyballturnier begonnen, die sich bis in den November hinein ziehen werden. Fuenf Mannschaften rittern um die Titel. Hier ein Blick auf die Taktikbesprechung mit dem Cotopaxi im Hintergrund.

Unsere Burschen haben die Vorbereitungen sehr ernst genommen und auch die Sportplaetze hergerichtet. Der Fussballplatz hat jetzt Tore mit Netzen, Linien und sogar Cornerfahnen, die wohl aber nicht den strengen Pruefungen der FIFA standhalten wuerden.

Ich persoenlich darf auch in einem Team mitwirken. Am ersten Spieltag erlitten wir eine bittere Volleyballniederlage, setzten uns aber im Fussballmatch dank einer taktischen Meisterleistung 5:1 durch. Faiererweise muss ich aber zugeben, dass Don German, der Keeper der gegnerischen Mannschaft, in den letzten Spielminuten wegen der anbrechenden Finsternis den Ball kaum noch sehen konnte.

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